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Argentinien öffnet Markt für peruanische Paranüsse, Eureka-Zitronen, Alpakafaser und Geflügelmehl

Argentinien hat die Einfuhr von vier neuen Kategorien peruanischer Agrarprodukte genehmigt, nachdem der nationale Agrargesundheitsdienst Senasa verhandelt hatte. Freigegeben sind die Eureka-Zitrone, Paranüsse, Alpaka- und Vikunjafaser sowie Geflügelmehl und seine Nebenprodukte. Für den peruanischen Markt werden im Gegenzug argentinische Kirschen, Rindermehl, Schafwolle und Ziegenfaser geprüft.

Argentinien öffnet Markt für peruanische Paranüsse, Eureka-Zitronen, Alpakafaser und Geflügelmehl

Argentinien hat die Einfuhr von vier neuen Kategorien peruanischer Agrarprodukte genehmigt. Grundlage sind Verhandlungen des Nationalen Agrargesundheitsdienstes Perus (Senasa), wie das Ministerium für landwirtschaftliche Entwicklung und Bewässerung (Midagri) mitteilte. Über die Entscheidung berichtete die peruanische Wirtschaftszeitung Gestión.

Freigegeben sind die Eureka-Zitrone, Paranüsse, Alpaka- und Vikunjafaser sowie Geflügelmehl samt Nebenprodukten. Midagri bezifferte den Zielmarkt auf rund 46 Millionen potenzielle Verbraucher. Die Ankündigung betrifft die veterinär- und pflanzengesundheitliche Zulassung; Mengenprognosen oder ein Termin für die ersten Lieferungen wurden nicht veröffentlicht.

Paranuss als wichtigster Nutznießer

„Wir sprechen hier über eine große Chance für die Kleinproduzenten, die in dieser Art von Produkten und diesen Ketten tätig sind, über die Möglichkeit, weiter zu verkaufen und ihre Einkommen weiter zu verbessern“, sagte Midagri-Chef Marco Vinelli auf einer Pressekonferenz.

Von den vier Positionen hob Vinelli die Paranuss als das Produkt mit dem größten Potenzial hervor. Nach Midagri-Zahlen, die Gestión zitiert, hängen allein in der Region Madre de Dios mehr als 15.000 Menschen an dieser Kette. Diese kleinteilige Struktur ist der Grund, weshalb ein zusätzliches Absatzland hier direkt die Einkommen der Haushalte betrifft und nicht nur die nationale Handelsstatistik.

Beim Zitronensegment sind die Flächen deutlich kleiner. Laut Midagri verfügt Peru über mehr als 440 Hektar Citrus limon für den Export, vor allem an der Nordküste. Alpaka- und Vikunjafaser steht am anderen Ende der Skala: minimale Tonnage, hoher Kilopreis. Geflügelmehl und seine Nebenprodukte sind ein Verarbeitungs- und Futtermittelrohstoff, kein Lebensmittel; der Zugang hängt dort unmittelbar am Tiergesundheitsstatus der peruanischen Geflügelbestände.

Pitahaya und Tulpen in Vorbereitung

Mit den vier Freigaben ist die Liste nicht abgeschlossen. Von Gestión zitierte Midagri-Quellen erklärten, es werde an neuen pflanzengesundheitlichen Zulassungen für Pitahaya und Tulpen sowie für weitere Agrarprodukte gearbeitet. Einen Zeitplan nannten sie nicht.

Argentinische Produkte in die andere Richtung

Der Prozess verläuft gegenseitig. Nach Angaben von Midagri werden für den peruanischen Markt unter anderem frische Kirschen, Rindermehl, Schafwolle und Ziegenfaser geprüft. Das Paket umfasst außerdem die Begasung von Getreide im Transit – eine Dienstleistung und keine Ware, die argentinische Getreideexporteure betrifft, die Ladungen über peruanisches Gebiet leiten.

Peru als frei von hochpathogener Geflügelpest bestätigt

Auf derselben Pressekonferenz sagte Vinelli, die Weltorganisation für Tiergesundheit (OMSA, international WOAH) habe Peru für das gesamte Staatsgebiet als frei von hochpathogener Geflügelpest bei Nutzgeflügel bestätigt.

„Das ist wichtig, weil rund 25 % der Agrarproduktion Perus aus diesem Sektor kommen und das Land knapp 2 Millionen Tonnen Geflügelfleisch erzeugt, davon etwa 1,8 Millionen Tonnen Hühnerfleisch“, sagte Vinelli. Der Status erlaube es Kleinbauern, normal zu arbeiten, ohne durch Notschlachtungen Einkommen zu verlieren, und sichere den Zustand der Lebensmittel für die Bevölkerung.

Für die in Argentinien geöffnete Position Geflügelmehl ist dieser Status die entscheidende Voraussetzung: Verarbeitungserzeugnisse aus Geflügel werden in der Regel zuerst beschränkt, wenn ein Exportland seinen seuchenfreien Status verliert.

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