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Aperam investiert 1,5 Mrd. R$ in Holzkohleproduktion und Dekarbonisierung

Der Edelstahlhersteller Aperam investiert fast 1,5 Mrd. R$, finanziert über die IFC, um die holzkohlebasierte Reduktion und die Dekarbonisierung seiner brasilianischen Werke auszubauen. Die Mittel fließen in Eukalyptusplantagen, sauberere Öfen, Baumschulen und die großtechnische Bioöl-Produktion.

Aperam investiert 1,5 Mrd. R$ in Holzkohleproduktion und Dekarbonisierung

Aperam investiert fast 1,5 Mrd. R$ in den Ausbau der Holzkohleproduktion und in Dekarbonisierungsprojekte an seinen brasilianischen Standorten. Finanziert wird dies über ein Paket der International Finance Corporation (IFC), die zur Weltbankgruppe gehört, wie O Tempo berichtet.

Die Mittel fließen an Aperam BioEnergia, die Forstsparte des Konzerns, die in Brasilien 150,000 Hektar Wald bewirtschaftet, darunter mehr als 60,000 Hektar Schutzflächen für natürliche Vegetation und Wildtierkorridore. Das Kapital soll das Programm für nachhaltige Waldbewirtschaftung stärken und die Versorgung mit Holzkohle sichern, die in der Stahlerzeugung als Reduktionsmittel dient.

Holzkohle ersetzt Steinkohle

Nach eigenen Angaben hat Aperam an seinen brasilianischen Produktionsanlagen die Steinkohle vollständig durch Holzkohle aus FSC-zertifizierten Wäldern ersetzt und so den CO2-Fußabdruck deutlich gesenkt. Für Stahleinkäufer ist der Unterschied wichtig: Die holzkohlebasierte Reduktion nutzt eine erneuerbare Kohlenstoffquelle statt importierter Kokskohle und untermauert die Positionierung des Unternehmens als Hersteller von kohlenstoffarmem Edelstahl.

Wofür das IFC-Paket verwendet wird

Laut Unternehmen finanziert die Investition mehrere zusammenhängende Maßnahmen:

  • Erwerb ergänzender Eukalyptusplantagen zur Sicherung des Rohstoffs;
  • Modernisierung der Holzkohleöfen mit sauberer, effizienterer Technik;
  • Ausbau der Baumschulkapazität für die wachsende Nachfrage anderer Forstunternehmen nach hochwertigen Setzlingen;
  • Entwicklung verbesserter Baumsorten, die bei geringerem Ressourcenverbrauch, etwa Wasser, mehr Biomasse liefern.

Der Ausbau der Baumschule deutet auf einen entstehenden Handel mit Setzlingen hin: Aperam beliefert andere Forstbetriebe von derselben Fläche aus.

Bioöl und Kreislaufbetrieb

Die Investition soll Aperam dabei helfen, die großtechnische kommerzielle Produktion von Bioöl zu leisten, das aus den Rückständen des Holzkohleprozesses gewonnen wird. Das Produkt kann synthetische Brennstoffe ersetzen, senkt die Treibhausgasemissionen und verbessert die Kreislaufführung der Betriebe.

Olaf Schmidt, IFC-Regionaldirektor für Industrie, erklärte, die Investition bekräftige das Engagement der IFC für nachhaltige Entwicklung und Umweltmanagement und ziele auf innovative Lösungen, die Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen zugutekommen. Es sei die erste Investition der IFC zur Förderung der Nachhaltigkeit im Stahl- und Metallsektor des Landes; sie werde Arbeitsplätze schaffen, CO2-Emissionen senken und die nachhaltige Waldbewirtschaftung verbessern.

Timoteo di Maulo, CEO von Aperam, sagte, Nachhaltigkeit stehe im Zentrum der Konzernstrategie und die Partnerschaft stärke den Anspruch, die kohlenstoffarme Stahlproduktion anzuführen – vom höheren Recyclinganteil in Produkten bis zur Nutzung eigener nachhaltig bewirtschafteter Wälder zur Kohlenstoffbindung. Frederico Ayres Lima, CEO von Aperam South America, nannte die Partnerschaft einen wesentlichen Schritt, um die kohlenstoffarme Stahlproduktion durch nachhaltige Forstwirtschaft und Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und zu Brasiliens umfassenderen Dekarbonisierungszielen beizutragen.

Für Importeure von Edelstahl und Spezialstahl zählt die Verschiebung an der Marge: Der Weg über brasilianische Eukalyptus-Holzkohle verschafft Aperam einen heimischen, erneuerbaren Reduktionspfad, während CO2-Grenzmaßnahmen die Kosten für kohlebasierten Stahl beim Eintritt in Märkte wie die EU erhöhen.

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