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Angriffe auf Ölmühlen und Häfen drücken ukrainische Sonnenblumenpreise auf 18.000 bis 18.500 Hrywnja

Die Ankaufspreise für Sonnenblumenkerne in der Ukraine sind binnen einer Woche um weitere 500 bis 1.000 Hrywnja je Tonne auf 18.000 bis 18.500 Hrywnja inklusive Mehrwertsteuer gefallen, das entspricht 360 bis 365 US-Dollar je Tonne ohne Mehrwertsteuer. Russische Angriffe auf Ölmühlen in Mykolajiw und Dnipro sowie auf Hafeninfrastruktur zwingen die Verarbeiter, ihre Auslastung zu drosseln. Mindestexportpreise oberhalb des Marktniveaus erschweren zugleich die Ausfuhr.

Angriffe auf Ölmühlen und Häfen drücken ukrainische Sonnenblumenpreise auf 18.000 bis 18.500 Hrywnja

Die Ankaufspreise für Sonnenblumenkerne in der Ukraine sind in der vergangenen Woche um weitere 500 bis 1.000 Hrywnja je Tonne auf 18.000 bis 18.500 Hrywnja je Tonne inklusive Mehrwertsteuer gefallen. Das meldet delo.ua unter Berufung auf die Getreidebörse. Für Ware mit Lieferung an Verarbeitungswerke in der Zentralukraine entspricht das 360 bis 365 US-Dollar je Tonne ohne Mehrwertsteuer. Druck kommt von russischen Angriffen auf Ölmühlen und Hafeninfrastruktur: Die Verarbeiter fahren ihre Produktion zurück, während die Exportmöglichkeiten für die Saat selbst begrenzt bleiben.

Damit dreht sich der Trend der Vorwochen. In der letzten Augustwoche waren die Sonnenblumenpreise in der Ukraine noch um 20 US-Dollar auf 460 US-Dollar je Tonne inklusive Mehrwertsteuer auf Basis CPT Werk gestiegen. Raps und Sojabohnen verteuerten sich damals vor allem in westlicher Richtung, auf anderen Basen gaben die Preise nach.

Angriffe auf Ölmühlen und Hafeninfrastruktur

In der vergangenen Woche trafen russische Angriffe laut delo.ua Ölmühlen in Mykolajiw und Dnipro. Zudem wurden Schiffe in der Nähe der Donauhäfen sowie Hafenanlagen attackiert. Beide Punkte sind für die Sonnenblumenkette zentral: In den genannten Städten steht Verarbeitungskapazität, und die Donauterminals bilden die Lieferbasis, auf die sich die Notierungen für ukrainisches Sonnenblumenöl beziehen.

Die Werke begrenzen ihren Durchsatz, weil sie unter der ständigen Bedrohung durch Angriffe keine größeren Bestände an Sonnenblumenöl und Schrot in den Lagern aufbauen wollen. Praktisch bedeutet das eine schwächere Rohstoffnachfrage am Werkstor genau in dem Moment, in dem das Angebot zu wachsen beginnt.

Ernte läuft an, Verarbeitung wird gedrosselt

Bis zum 15. September haben ukrainische Landwirte 526.620 Tonnen Sonnenblumenkerne von 275.400 Hektar geerntet, das sind rund 5 Prozent der Anbaufläche. Der Durchschnittsertrag liegt bei 1,91 Tonnen je Hektar und damit über dem Wert zum Start der vergangenen Saison.

Lieferungen aus den südlichen und östlichen Regionen, wo die Ernte auf Hochtouren läuft, haben an den zentralukrainischen Werken bereits Wartezeiten von bis zu drei bis vier Tagen bei der Annahme entstehen lassen. Die Schlangen bilden sich, während dieselben Werke ihre Verarbeitung einschränken – die Lücke zwischen angebotener Saat und aufnahmebereiter Kapazität wächst.

Ölpreise geben in der Ukraine und in Indien nach

Verstärkt wird der Druck auf die Saat durch sinkende Preise für die Fertigware. In Indien, einem der wichtigsten Absatzmärkte, fiel der Nachfragepreis für Sonnenblumenöl binnen einer Woche um 10 US-Dollar auf 1.430 US-Dollar je Tonne CIF Mumbai. Hintergrund ist ein größeres Angebot aus der Schwarzmeerregion.

In der Ukraine selbst fiel der Rückgang deutlich schärfer aus. Die Nachfragepreise für Sonnenblumenöl sackten binnen einer Woche um 100 US-Dollar je Tonne auf 1.100 bis 1.120 US-Dollar mit Lieferung in die Donauhäfen ab. Auf den Markt wirken sowohl die verstärkten Angriffe auf die Hafeninfrastruktur als auch steigende Frachtkosten nach Constanța in Rumänien.

Mindestexportpreise erschweren die Abfertigung

Eine geringere Inlandsverarbeitung ließe sich grundsätzlich durch höhere Saatexporte ausgleichen, doch dem steht die Zollabfertigung entgegen. Nach Angaben von GrainTrade hat das Wirtschaftsministerium die Mindestexportpreise für Sonnenblumenkerne und Sonnenblumenöl auf ein Niveau oberhalb der Marktpreise angehoben, was die Abwicklung von Exportgeschäften faktisch erschwert hat.

Die Nachfragepreise für ukrainische Sonnenblumenkerne mit Lieferung nach Bulgarien gaben binnen einer Woche um weitere 10 US-Dollar auf 540 bis 550 US-Dollar je Tonne nach. Druck kommt vom steigenden Angebot sowohl bulgarischer Landwirte als auch ukrainischer Lieferanten. Bei schrumpfender Inlandsverarbeitung, begrenzten Exportmöglichkeiten und dem Risiko neuer Angriffe auf Werke und Hafenanlagen könnten die Ankaufspreise für Sonnenblumenkerne in der Ukraine weiter unter Druck bleiben, berichtet delo.ua.

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