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Region Almaty erwartet 100.000 Tonnen Äpfel, rund 20 % für den Export

Obstbauern in der kasachischen Region Almaty erwarten in dieser Saison rund 100.000 Tonnen Äpfel, knapp 80 % davon für den Inlandsmarkt und der Rest für den Export. Die Apfelanlagen umfassen mehr als 6.000 Hektar, der Bezirk Enbekschikasach allein liefert über 30.000 Tonnen pro Jahr. Ein befristetes Einfuhrverbot für Äpfel gilt in Kasachstan bis Jahresende.

Region Almaty erwartet 100.000 Tonnen Äpfel, rund 20 % für den Export

Rund 100.000 Tonnen in dieser Saison erwartet

Obstbauern in der kasachischen Region Almaty erwarten in dieser Saison eine Apfelernte von rund 100.000 Tonnen, die Pflücksaison läuft auf Hochtouren, wie 24.kz berichtet. Knapp 80 % der Ware sind für den Verkauf auf dem Inlandsmarkt vorgesehen, der Rest soll exportiert werden.

Bei dieser Aufteilung bleiben etwa 80.000 Tonnen in Kasachstan, rund 20.000 Tonnen stehen für den Export zur Verfügung. Zielmärkte oder einen Wert des Exportvolumens nennt 24.kz nicht.

Die Menge liegt über dem Durchschnitt der letzten Jahre. In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben die Obstbauern der Region Almaty fast 300.000 Tonnen Äpfel geerntet, im Mittel also etwa 85.000 Tonnen pro Jahr.

Bezirk Enbekschikasach führt bei der Produktion

Apfelanlagen umfassen in der Region inzwischen mehr als 6.000 Hektar, insgesamt werden 21 Sorten angebaut, so 24.kz. Produktionsführer bleibt der Bezirk Enbekschikasach mit mehr als 30.000 Tonnen jährlich, knapp einem Drittel der Regionalprognose.

Wie das auf Betriebsebene aussieht, zeigt ein Betrieb in diesem Bezirk, der seit 2017 Äpfel anbaut. Die Anlage umfasst 106 Hektar mit neun Sorten, zur Ernte werden rund 100 Saisonkräfte eingestellt. Kurz vor dem Bericht von 24.kz war die Ernte abgeschlossen, derzeit werden die Äpfel sortiert, auf Handelsqualität geprüft und für die Auslieferung an den Handel vorbereitet. Der Betrieb brachte etwa 2.500 Tonnen ein, je nach Sorte rund 40 Tonnen pro Hektar, und vermarktet die gesamte Ernte im Inland. Bei 100.000 Tonnen auf mehr als 6.000 Hektar ergibt sich für die Region im Schnitt weniger als 17 Tonnen pro Hektar, deutlich unter den 40 Tonnen dieses Betriebs.

Ein Vertreter des Betriebs sagte 24.kz, das Ergebnis liege trotz schwieriger Witterung etwa auf Vorjahresniveau; die starke Sommerhitze habe viele Sonnenbrandschäden an den Früchten verursacht.

Bewässerungstechnik und staatliche Förderung

Die Erträge in der Region haben sich verdoppelt, unter anderem durch die Einführung moderner Bewässerungssysteme. Jerlan Schuldysuly, Leiter der Abteilung für Pflanzenbauentwicklung der Region Almaty, erklärte, der Staat übernehme für Betriebe, die wassersparende Technik einführen, einen großen Teil der Kosten:

  • bis zu 80 % der Aufwendungen werden erstattet;
  • 50 % trägt der Republikhaushalt, weitere 30 % der kommunale Haushalt;
  • Landtechnik kann zu einem Vorzugszinssatz von 5 % erworben werden.

Für einen Obstbaubetrieb senkt diese Kombination sowohl die Investitionskosten für die Umstellung auf Tropf- oder Mikrobewässerung als auch die Kosten für die Mechanisierung von Sortierung und Handling, also genau die beiden Posten, die üblicherweise darüber entscheiden, ob der Hektarertrag steigt.

Einfuhrverbot gilt bis Jahresende

In Kasachstan gilt derzeit ein befristetes Einfuhrverbot für Äpfel, die Beschränkung läuft bis Jahresende. Das Landwirtschaftsministerium erklärt, die Maßnahme solle die heimischen Obstbauern während der Erntezeit stützen, berichtet 24.kz.

Verbot und Ernte überlagern sich unmittelbar: Rund 80.000 Tonnen Äpfel aus der Region gehen in den Inlandsmarkt, während importierte Ware nicht hereinkommt. Für Importeure und ausländische Lieferanten öffnet sich der Zugang erst nach Ablauf der Maßnahme zum Jahresende, und bis dahin dürfte der Großteil der kasachischen Ernte bereits verkauft oder eingelagert sein.

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