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Alkoholmarkt in Subsahara-Afrika soll bis 2035 jährlich um 2 % wachsen

Der Absatz alkoholischer Getränke in Subsahara-Afrika stieg 2025 um 1 % und soll laut IWSR bis 2035 jährlich um durchschnittlich 2 % wachsen, berichtet BeverageDaily. RTDs, Spirituosen und lokale Herstellung treiben den Markt, während wirtschaftliche Volatilität und schwierige Vertriebswege das Potenzial begrenzen.

Alkoholmarkt in Subsahara-Afrika soll bis 2035 jährlich um 2 % wachsen

Der regionale Absatz wächst wieder

Der Gesamtabsatz alkoholischer Getränke in Subsahara-Afrika nahm 2025 um 1 % zu und soll zwischen 2025 und 2035 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 2 % wachsen, wie BeverageDaily unter Berufung auf IWSR berichtet. IWSR erwartet im kommenden Jahrzehnt Zuwächse in allen wichtigen Kategorien. Unterstützung kommt von einer jungen, schnell wachsenden und zunehmend urbanen Bevölkerung sowie von größeren mittleren Einkommensgruppen.

Die Kategorien entwickelten sich 2025 sehr unterschiedlich. Trinkfertige alkoholische Getränke, sogenannte RTDs, legten mengenmäßig um 11 % zu, Spirituosen um 6 % und Bier um 1 %. Wein sank dagegen um 3 %. Agavenspirituosen wuchsen um 8 % und sollen bis 2035 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5 % erreichen, allerdings von einer vergleichsweise kleinen Basis.

Erschwingliche Angebote stärken lokale Marken

Dem demografischen Potenzial stehen dauerhafte geschäftliche Hindernisse gegenüber. Nach Einschätzung von IWSR sind wirtschaftliche Schwierigkeiten kein vorübergehender Gegenwind, sondern ein fester Bestandteil des regionalen Umfelds. In einigen Märkten ist Alkoholkonsum zudem aus religiösen oder kulturellen Gründen eingeschränkt oder verboten. Zuletzt dominierte der Wechsel zu günstigeren Produkten: von Spirituosen zu Bier, von Importmarken zu lokalen Marken und von gewerblich hergestellten Getränken zu handwerklichen oder informellen Alternativen. Kleine, preiswerte Gebinde wachsen besonders schnell, weil sie die Ausgaben je Kauf senken.

Lokal hergestellte Getränke stellen bereits den Großteil der erfassten Mengen. 2025 entfielen auf sie 97 % des Biers, 80 % der Spirituosen, 87 % der RTDs, 59 % des Weins und 71 % des Ciders in der Region. Diese Anteile verschaffen einheimischen Produzenten eine starke Position. Internationale Unternehmen dürften deshalb lokale Fertigung, Partnerschaften und preisgerechte Packungsgrößen benötigen, statt vorwiegend auf Importe zu setzen.

Südafrika, Nigeria und Kenia entwickeln sich unterschiedlich

In Südafrika erwies sich Bier als relativ widerstandsfähig, da der Preisdruck einen maßvolleren Konsum förderte, zeigt die BevTrac-Forschung von IWSR. Der Bierabsatz stieg 2025 um 3 % und soll bis 2035 jährlich um durchschnittlich 2 % wachsen. RTDs legten um 14 % zu. Kanadischer und irischer Whiskey gewinnen ebenfalls Marktanteile, weil Verbraucher aus der aufstrebenden Mittelschicht sie für günstiger als Scotch und hochwertiger als südafrikanischen Whisky halten. Cognac, Armagnac und Tequila entwickeln sich gut; zu besonderen Anlässen wählen Verbraucher weiterhin gezielt höherpreisige Produkte.

Nigeria zeigt ein anderes Generationenbild. Die Generation Z beschäftigt sich deutlich weniger mit Alkohol als ältere Gruppen. Millennials stellen dagegen den größten Anteil der Konsumenten und weisen sowohl die höchste Beteiligung als auch die konsumstärksten Anlässe auf. RTDs und überwiegend lokale Spirituosen wachsen kräftig, darunter Gin, Bitter, Sahnelikör und Whisky. Aromatisierte alkoholische Getränke dominieren bei RTDs; ihre einfache Nutzung und der süßere Geschmack sprechen besonders Frauen und jüngere Personen im gesetzlichen Mindestalter an.

Kenia verbuchte 2025 einige der höchsten Kategoriezuwächse. Lokale Spirituosen stiegen um 13 %, RTDs um 14 %. Innerhalb der Spirituosen wuchs irischer Whiskey um 35 % und Tequila um 65 %. Russell Menezes, IWSR-Forschungsdirektor für Afrika und den Nahen Osten, sieht in der Demografie einen berechtigten Grund für das Brancheninteresse. Niedrigpreisige lokale und handwerkliche Produkte, dauerhafte Volatilität und schwierige Marktzugänge erschweren jedoch die Expansion. Für Brauer, Brennereien und Händler spricht dies für lokale Versorgung, erschwingliche Formate und länderspezifische Sortimente statt einer einheitlichen Premiumstrategie für die ganze Region.

Vollständige Marktanalyse

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