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Algerische Molkereien warten auf Importgenehmigungen für Milchpulver

Algerien genehmigt privaten Unternehmen nach einer mehrmonatigen Aussetzung wieder Milchpulverimporte, doch die freigegebenen Mengen bleiben begrenzt. Laut Africa Intelligence hat Soummam rasch 40.000 Tonnen bestellt, während große Verarbeiter wie Tchin-Lait auf einen breiteren Zugang warten.

Algerische Molkereien warten auf Importgenehmigungen für Milchpulver

Importe laufen nach mehrmonatiger Pause wieder an

Algerien erlaubt privaten Molkereiunternehmen wieder die Einfuhr von Milchpulver, nachdem die Genehmigungen mehrere Monate lang ausgesetzt waren, berichtet Africa Intelligence. Ende August erteilte die Regierung privaten Verarbeitern die ersten Ausnahmegenehmigungen und öffnete damit erneut den Zugang zu einem Rohstoff, den die großen Molkereibetriebe des Landes benötigen.

Die Öffnung bleibt jedoch eng begrenzt. Laut Africa Intelligence sind die von der Regierung genehmigten Mengen trotz der starken Nachfrage nationaler Unternehmen weiterhin sehr gering. Für die Verarbeiter ist deshalb die Differenz zwischen der grundsätzlichen Importerlaubnis und den tatsächlich freigegebenen Mengen das unmittelbare Problem.

Soummam will 40.000 Tonnen beschaffen

Soummam, dessen Lage die Publikation als äußerst angespannt beschreibt, reagierte auf die ersten Ausnahmegenehmigungen mit einer raschen Bestellung über 40.000 Tonnen Milchpulver. Der Umfang zeigt, welche Rohstoffmenge ein großer Verarbeiter nach mehreren Monaten ohne private Importe benötigen kann.

Soummam und Tchin-Lait gehören zu den großen privaten Molkereiunternehmen, die auf neue Genehmigungen aus Algier warten. Entscheidend ist für sie nicht allein, ob Importe grundsätzlich gestattet sind, sondern auch, wann eine Freigabe erfolgt und welche Menge jedes Unternehmen kaufen darf. Da staatliche Entscheidungen den Zugang regeln, wirken sich Zeitpunkt und Umfang jeder Ausnahme direkt auf die Beschaffungsplanung aus.

Begrenzte Genehmigungen erhöhen die Unsicherheit

Ein verzögerter oder eingeschränkter Zugang zu Milchpulver erschwert den Verarbeitern die Produktionsplanung und die Verteilung des vorhandenen Rohstoffs auf verschiedene Produktlinien. Die Unternehmen müssen Einkauf, Transport und Fabrikbetrieb vorbereiten, ohne zu wissen, ob die beantragten Mengen genehmigt werden. Soummams gemeldete Bestellung über 40.000 Tonnen kann den Bedarf nur decken, wenn die Importfreigabe auch diese Menge umfasst.

Für den Markt kommt es nun darauf an, wie schnell Algerien die ersten Ausnahmen von Ende August erweitert. Bleiben die Genehmigungen knapp, müssen große Verarbeiter weiter um begrenzte Importzuteilungen konkurrieren und zugleich ihre vorhandenen Bestände verwalten. Schnellere oder umfangreichere Freigaben würden Soummam, Tchin-Lait und anderen nationalen Unternehmen mehr Planungssicherheit für die Produktion geben. Africa Intelligence nennt weder die insgesamt für den Privatsektor genehmigte Menge noch die Geltungsdauer der Ausnahmen oder den Termin weiterer Genehmigungen. Diese offenen Punkte bestimmen damit den kurzfristigen Ausblick für Algeriens Milchwirtschaft.

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