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USDA: Algerien verlagert Weizenimporte von Frankreich nach Deutschland

Ein von El Khabar zitierter USDA-Bericht zeigt, dass Frankreich seine führende Stellung auf dem algerischen Weizenmarkt in der Saison 2021-2022 an Deutschland verloren hat. Die Getreideimporte des Landes werden für die neue Saison auf rund 13 Millionen Tonnen geschätzt, davon 7,5 Millionen Tonnen Weizen; Russland ist neu im Wettbewerb, die Ukraine liegt zurück.

USDA: Algerien verlagert Weizenimporte von Frankreich nach Deutschland

Frankreich verliert Boden im algerischen Weizenmarkt

Frankreich hat seine lange gehaltene Spitzenstellung auf dem algerischen Weizenimportmarkt an Deutschland verloren. Das geht aus dem jüngsten aktualisierten Bericht des Foreign Agricultural Service des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA FAS) hervor, den die algerische Tageszeitung El Khabar zitiert. Der Wechsel vollzog sich in der Vermarktungssaison 2021-2022 und markiert eine bemerkenswerte Neuordnung für einen der größten Weizenkäufer der Welt.

Jahrzehntelang war Frankreich dank etablierter Handelsbeziehungen der Referenzlieferant für den algerischen Markt. Die USDA-Einschätzung, dass Deutschland es überholt hat, verweist auf eine breitere Öffnung der algerischen Ausschreibungen für einen größeren Kreis von Exporteuren.

Importmengen nahe Rekordniveau

Die Getreideimporte Algeriens werden für die neue Saison auf rund 13 Millionen Tonnen geschätzt, davon 7,5 Millionen Tonnen Weizen, wie der von El Khabar zitierte USDA-Bericht angibt. Die Zahlen bestätigen Prognosen anhaltend hoher Käufe des nordafrikanischen Landes.

Algerien ist der fünftgrößte Weizenimporteur der Welt, so der USDA-Bericht. Das Land schreibt regelmäßig öffentliche Weizentender aus, und wie El Khabar anmerkt, dienen diese Ausschreibungen als nützlicher Indikator für die weltweiten Weizenpreise. Da die Tender in der Regel für Weizen unterschiedlicher Herkunft offen sind, hat sich der Wettbewerb zwischen den Exportländern verschärft und Raum für Lieferanten jenseits des traditionellen französischen Handels geschaffen.

Russland tritt ein, Ukraine bleibt zurück

Der USDA-Bericht hebt zudem den Eintritt Russlands in den Wettbewerb um den algerischen Markt hervor, während die Ukraine laut El Khabar bescheidene Ergebnisse erzielt. Das Auftreten neuer, günstiger Herkünfte erhöht den Druck auf etablierte Lieferanten in einem Markt, der weitgehend über Preis und Logistik entschieden wird.

Politischer Hintergrund

Die Veröffentlichung des Berichts fiel mit dem offiziellen Besuch des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune in Deutschland zusammen, so El Khabar. Der Besuch unterstreicht die wachsenden Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern, während Deutschlands Getreidehandel in einem lange von Frankreich bedienten Markt an Boden gewinnt.

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