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Algerien schreibt Kauf von 50.000 Tonnen Weichweizen mit freier Herkunft aus

Algeriens staatliche Getreidebehoerde OAIC hat eine internationale Ausschreibung zum Kauf von 50.000 Tonnen Weichweizen der Mahlqualitaet veroeffentlicht, wie europaeische Haendler Reuters am Montag, 3. August, mitteilten. Die Herkunft ist freigestellt, die Beschaffung liegt damit beim Verkaeufer. Preis, Verkaeufernamen und endgueltige Kaufmenge wurden zunaechst nicht genannt.

Algerien schreibt Kauf von 50.000 Tonnen Weichweizen mit freier Herkunft aus

Algeriens staatliche Getreidebehoerde ist mit einer Kaufausschreibung fuer Brotweizen an den internationalen Markt zurueckgekehrt. Das teilten europaeische Haendler Reuters am Montag, 3. August, mit. Die Behoerde, bekannt unter dem franzoesischen Kuerzel OAIC, sucht 50.000 Tonnen Weichweizen in Mahlqualitaet und laesst die Herkunft offen: Verladen werden darf aus wahlfreien Ursprungslaendern, Verkaeufer koennen also Weizen aus jedem Land anbieten, dessen Ware die ausgeschriebene Spezifikation erfuellt.

Reuters meldete die Ausschreibung aus Hamburg und Paris, den beiden Handelsplaetzen, an denen nordeuropaeischer und franzoesischer Weizen notiert wird. Wie bei der Behoerde ueblich, enthielt die erste Meldung weder einen Preis noch Namen von Anbietern noch eine Angabe dazu, wie viel Algerien am Ende tatsaechlich kontrahiert. Diese Punkte klaeren sich in der Regel erst, wenn die Offerten eingereicht und bewertet sind. Die genannte Menge ist bei algerischen Ausschreibungen ein Orientierungswert fuer den Handel, keine feste Obergrenze.

Was ausgeschrieben ist

Die bisher bekannten Parameter sind wenige, aber kommerziell praezise. Weichweizen in Mahlqualitaet ist die Backqualitaet, die Algeriens Muehlen versorgt, und zugleich die zentrale Getreideimportposition des Landes. Mit der freien Herkunft verlagert der Kaeufer die Beschaffungsentscheidung auf den Verkaeufer: Dieser muss eine Ladung zusammenstellen, die den Vertrag bei Protein, Feuchte, Hektolitergewicht und Besatz erfuellt, unabhaengig vom Ursprungsland.

  • Menge: 50.000 Tonnen
  • Ware: Weichweizen in Mahlqualitaet
  • Herkunft: freigestellt
  • Kaeufer: algerische Getreidebehoerde OAIC
  • Quelle: europaeische Haendler, zitiert von Reuters aus Hamburg und Paris

Warum die freie Herkunft entscheidend ist

Fuer Exporteure ist die Herkunftsklausel der wichtigste Teil der Ausschreibung. Nennt ein Kaeufer ein bestimmtes Land, beschraenkt sich der Wettbewerb auf dessen Exporteure und die zugehoerige Frachtroute. Ist die Herkunft freigestellt, wird die Ausschreibung zum Wettbewerb ueber die Anlandekosten: Handelshaeuser vergleichen Erzeuger- und Hafenpreise in allen infrage kommenden Exportlaendern, rechnen die Fracht bis zu den algerischen Loeschhaefen hinzu und bieten die guenstigste Kombination an, die die Spezifikation noch erfuellt.

Diese Struktur beguenstigt grosse internationale Haendler mit gleichzeitigem Zugang zu mehreren Ursprungslaendern und uebertraegt den Preisdruck rasch zwischen ihnen. Ein schwaches Angebot aus einem Ursprung kann innerhalb derselben Ausschreibung durch ein anderes ersetzt werden. Genau deshalb gilt Geschaeft mit freier Herkunft als laufender Indikator fuer die relative Exportwettbewerbsfaehigkeit und nicht als bilaterales Handelsereignis. Algerien war historisch ein wichtiger Absatzmarkt fuer franzoesischen Weizen, und die Meldung aus Hamburg und Paris zeigt, wo dieses Geschaeft gehandelt und bepreist wird. Ein Anrecht auf einen Anteil an der Menge garantiert die freie Herkunft aber keinem Lieferanten.

Ein Nachfragesignal mit Datum

Oeffentlich ausgeschriebene Staatskaeufe aus Nordafrika gehoeren zu den wenigen datierten und ueberpruefbaren Nachfragesignalen in einem Weizenmarkt, in dem der Grossteil des Handels bilateral und nicht oeffentlich ablaeuft. Jede algerische Ausschreibung liefert Exporteuren ein festes Datum, eine definierte Menge und ein beobachtbares Ergebnis. Analysten nutzen sie deshalb als Anhaltspunkt fuer die Importneigung und fuer das Preisniveau, zu dem der Kaeufer abschliessen will.

Die unmittelbaren Fragen des Marktes lauten, wie viel OAIC gegenueber den ausgeschriebenen 50.000 Tonnen tatsaechlich kauft und auf welchem Niveau, denn der Abschlusspreis setzt eine Referenz fuer weiteres Geschaeft in den Mittelmeerraum. Bis die Ergebnisse bestaetigt sind, gelten die von Reuters gemeldeten Fakten: eine Ausschreibung ueber 50.000 Tonnen Weichweizen in Mahlqualitaet mit freier Herkunft, ausgeschrieben von Algeriens Getreidebehoerde und gemeldet am 3. August.

Vollständige Marktanalyse

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