Al-Kharj produziert 90.400 Tonnen Datteln im Wert von 723 Millionen Riyal
Al-Kharj erzeugt jährlich rund 90.400 Tonnen Datteln und damit 4,7 % der saudischen Produktion von 2024, berichtet Sabq. Die Ernte hat einen Wert von 723 Millionen Riyal und schafft mehr als 6.000 Saisonarbeitsplätze.
Al-Kharj liefert 4,7 % der nationalen Produktion
Das saudische Gouvernement Al-Kharj produziert jährlich rund 90.400 Tonnen Datteln mit einem geschätzten wirtschaftlichen Wert von 723 Millionen Riyal. Das berichtete Sabq unter Berufung auf Statistiken des Nationalen Zentrums für Palmen und Datteln. Die Menge entspricht etwa 4,7 % der saudischen Dattelproduktion und macht das Gouvernement zu einem der wichtigen Erzeugungszentren des Landes.
Saudi-Arabien produzierte 2024 etwa 1,92 Millionen Tonnen Datteln, 1 % mehr als im Vorjahr. Die Region Riad lag mit 436.112 Tonnen an der Spitze der saudischen Erzeugungsregionen. Allein Al-Kharj stellte rund 20,7 % dieser Menge und nimmt damit eine bedeutende Position in der Rohstoffversorgung rund um die saudische Hauptstadt ein.
Im Gouvernement stehen 1.476.208 Palmen, davon tragen 1.189.771 Früchte. Der Anteil ertragsfähiger Palmen liegt somit bei etwa 80,6 %. Landesweit gab es 2024 nach Angaben der saudischen Statistikbehörde mehr als 37,6 Millionen Palmen, darunter über 32 Millionen ertragsfähige Bäume. Auf Al-Kharj entfallen rund 3,9 % des nationalen Bestands.
Verarbeitung reicht über ganze Datteln hinaus
Khalas Al-Kharj ist die lokal und international bekannteste Sorte des Gouvernements. Hinzu kommen Sukkari, Nabtat Saif, Sufri, Shishi, Hilali und Barhi. Diese Vielfalt ermöglicht Verpackungsunternehmen, unterschiedliche Verbrauchersegmente und Verarbeitungszwecke zu bedienen.
Al-Kharj verfügt über Fabriken und spezialisierte Anlagen zum Sortieren, Verpacken und Verarbeiten von Datteln. Die Produktlinien umfassen vakuumverpackte Datteln mit längerer Haltbarkeit, Dattelpaste für Süßwaren und Backwaren, Dattelsirup als natürliche Alternative zu Zucker, Dattelessig und gefüllte Datteln. Kerne und Früchte, die nicht den Standards für den menschlichen Verzehr entsprechen, werden zu Tierfutter verarbeitet. Dadurch entsteht ein Absatzkanal für minderwertige Rohware und Verarbeitungsreste.
Während der Ernte- und Vermarktungsperioden bietet der Sektor mehr als 6.000 Saisonarbeitsplätze. Die lokalen Behörden haben Verkaufsflächen für Dattelerzeuger im Zentralmarkt und an weiteren Standorten bereitgestellt. Regelmäßige Kontrollen und Proben sollen sicherstellen, dass die Ware frei von Insektizidrückständen ist.
Exportinfrastruktur erleichtert den Marktzugang
Das Nationale Zentrum für Palmen und Datteln betreibt die elektronische Plattform Tadawul Dates, die Landwirte, Händler und Fabriken miteinander verbindet. Sie ermöglicht außerdem die Ausstellung von Exportzertifikaten und die Prüfung von Sendungen, was den Zugang von Produkten aus Al-Kharj zu internationalen Märkten unterstützt.
Der Wert der saudischen Dattelausfuhren stieg laut Sabq von 1,695 Milliarden Riyal im Jahr 2024 um 15,9 % auf rund 1,938 Milliarden Riyal im Jahr 2025. Die Lieferungen erreichten mehr als 133 Länder, während der saudische Selbstversorgungsgrad bei Datteln über 119 % lag. Exportkanäle sind damit besonders wichtig, weil die inländische Produktion den Bedarf des nationalen Verbrauchs übersteigt.
Lokale Vermarktungsveranstaltungen stützen ebenfalls den Absatz. Die zweite Ausgabe des Al-Kharj-Festivals für Datteln und saudischen Kaffee zog zwischen Januar und Februar 2026 rund 2 Millionen Besucher an. Laut Sabq erzeugte die Veranstaltung etwa 11 Millionen Riyal an Handels- und Tourismusaktivität und schuf mehr als 2.000 Saisonarbeitsplätze.