AF&PA beziffert US-Altpapieraufkommen 2025 auf 45 Millionen Tonnen, davon 33 Millionen Tonnen Karton
Die American Forest & Paper Association hat die 2025 in den USA für das Recycling erfasste Papiermenge auf 45 Millionen Tonnen berechnet, wie Recycling Today berichtet. Rund 33 Millionen Tonnen davon ordnet der Verband der Kategorie Karton zu, etwa 73 Prozent des Aufkommens. Die Zahl markiert die Obergrenze des Sekundärfaserangebots für US-Werke und Exportkäufer.
Verband beziffert das Aufkommen 2025 auf 45 Millionen Tonnen
Die American Forest & Paper Association (AF&PA) hat die Menge des 2025 in den USA für das Recycling erfassten Papiers auf 45 Millionen Tonnen berechnet, wie Recycling Today berichtet. Rund 33 Millionen Tonnen dieser Gesamtmenge ordnet der Verband der Kategorie Karton zu.
Die beiden Zahlen beschreiben die Rohstoffbasis, die den US-Papier- und Kartonwerken im vergangenen Jahr zur Verfügung stand. Altpapier ist der wichtigste Rohstoff für Wellpappenrohpapier, Karton und einen großen Teil der in Nordamerika produzierten Hygienepapiere. Die Größe des erfassten Aufkommens setzt damit eine praktische Obergrenze dafür, wie viel Recyclingkapazität das Land auslasten kann, ohne Fasern zu importieren oder Mengen anderen Käufern abzukaufen.
Auf Karton entfallen rund 73 Prozent der Gesamtmenge 2025. Die verbleibenden 12 Millionen Tonnen verteilen sich auf alle übrigen Altpapiersorten — eine vergleichsweise schmale Basis für Werke, die nicht allein mit Wellpappenmaterial fahren können, und eine Struktur, die den nationalen Wert stark von einem einzigen Stoffstrom abhängig macht.
Das Angebot folgt dem Konsum, nicht der Nachfrage der Werke
Altpapier ist ein Nebenprodukt des Konsums, keine Ernte und kein geförderter Rohstoff. Tonnen entstehen, wenn Waren versandt, ausgepackt und entsorgt werden. Die Verfügbarkeit folgt damit dem Einzelhandel, dem E-Commerce-Versand und der Industrieproduktion, nicht den Auftragsbüchern der Werke, die das Material kaufen. Ein Preissignal schafft hier kein zusätzliches Angebot, wie es in der Landwirtschaft oder im Bergbau möglich wäre.
Diese Asymmetrie ist für alle relevant, die mit der Zahl von 45 Millionen Tonnen planen:
- Die Erfassung lässt sich anders als eine Ernte oder eine Fördermenge nicht kurzfristig über den Preis ausweiten.
- Der Kartonanteil bündelt das Angebotsrisiko in einem Stoffstrom, der unmittelbar an der Verpackungsnachfrage hängt.
- Sorten außerhalb des Kartons hängen stark an der Haushaltssammlung, in der Qualität und Störstoffe schwerer zu steuern sind.
- Werke mit neuer Recyclingkapazität konkurrieren um Tonnen, für die es bereits feste Abnehmer gibt.
Folgen für Verpackungshersteller und Händler
Für Verpackungshersteller ist die AF&PA-Zahl ein Referenzwert auf der Angebotsseite, kein Nachfrageindikator. Investitionen in Recyclingkapazitäten für Wellpappenrohpapier und Karton werden letztlich davon begrenzt, wie viele verwertbare Tonnen das inländische Erfassungssystem jährlich liefert. Bei einem Aufkommen von 45 Millionen Tonnen greifen neue Maschinen auf dieselbe Menge zu und nicht auf zusätzliches Angebot — der Wettbewerb schlägt sich in den Faserkosten nieder.
Die Zahl rahmt auch das Exportgeschäft. Die USA sind seit Langem ein bedeutender Lieferant von Sekundärfasern an Werke im Ausland, und jede ausgeführte Tonne fehlt einer inländischen Maschine. Bleibt das erfasste Aufkommen weitgehend konstant, wird die Aufteilung zwischen Exportverkäufen und inländischem Verbrauch zur wichtigsten Variablen für die Preise — und nicht eine Veränderung der Sammelmengen. Die 33 Millionen Tonnen Karton sind deshalb die Zahl, die Käufer auf beiden Seiten dieser Aufteilung am genauesten verfolgen.
Die Berechnung der AF&PA erfasst die Sammelmenge, nicht deren Verwendung. Der Bericht von Recycling Today schlüsselt die 45 Millionen Tonnen weder nach Zielmärkten noch nach Sorten jenseits der Kategorie Karton auf. Hersteller, Händler und Importeure werden auf weitere Veröffentlichungen des Verbands warten müssen, um zu sehen, wie sich die Menge zwischen inländischem Verbrauch und Export verteilt und woraus sich die 12 Millionen Tonnen außerhalb des Kartons zusammensetzen.