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Ägypten nimmt neue Agrarabsatzmärkte in Afrika, Asien und Lateinamerika ins Visier

Ägypten will den Marktzugang für Trauben, Zitrusfrüchte, Kartoffeln und Spezialkulturen in Afrika, Asien und Lateinamerika erweitern. Das Programm verbindet neue Zulassungen mit Betriebscodierung, digitaler Rückverfolgbarkeit, Exportkontrollen und mehr Verarbeitung.

Ägypten nimmt neue Agrarabsatzmärkte in Afrika, Asien und Lateinamerika ins Visier

Ägypten verbreitert seine Exportstrategie

Ägypten bemüht sich um neue Absatzmärkte für seine Agrarprodukte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Damit soll der Beitrag des Sektors zur Volkswirtschaft und zu den Deviseneinnahmen steigen. Landwirtschaftsminister Alaa Farouk bezeichnete Trauben, Zitrusfrüchte, Kartoffeln und mehrere ägyptische Spezialkulturen als wettbewerbsfähige Produkte mit weiterem Auslandspotenzial, berichtete Aldawla News.

Die Initiative soll den Kreis der Abnehmerländer erweitern und die Abhängigkeit der Exporteure von wenigen Zielmärkten verringern. Für landwirtschaftliche Betriebe und Handelsunternehmen könnten zusätzliche Zulassungen neue Vertriebskanäle schaffen und die Folgen von Störungen oder einer schwächeren Nachfrage in einzelnen Märkten begrenzen. Konkrete Zielländer, einen Zeitplan für Marktöffnungen oder Exportmengenziele nannte die Quelle nicht.

Rückverfolgbarkeit entscheidet über den Marktzugang

Das ägyptische Exportsystem stützt sich auf die Zusammenarbeit der Zentralverwaltung für Pflanzenquarantäne, akkreditierter Referenzlabore, des Bereichs für internationale Agrarbeziehungen und des Exportrats für Agrarkulturen. Sie sollen Hindernisse für Sendungen beseitigen, Handelsverfahren erleichtern und zugleich die technischen Vorgaben zum Schutz von Sicherheit und Qualität durchsetzen.

Das Landwirtschaftsministerium baut zudem die Codierung von Exportbetrieben und die digitale Rückverfolgbarkeit aus. Das System soll ein Produkt vom Beginn des Anbaus über die Warenbewegung bis zum Verbraucher im Importland begleiten. Behörden und Käufer können dadurch die Herkunft einer Kultur feststellen und ihre Produktions- und Vertriebsstufen prüfen. In Märkten mit strengen Vorgaben für Lebensmittelsicherheit, Qualität und technische Standards gewinnt diese Fähigkeit an Bedeutung.

Verarbeitung kann den Exportwert erhöhen

Die Strategie beschränkt sich nicht auf größere Liefermengen frischer Erzeugnisse. Farouk zufolge muss die Exportförderung mit einer höheren Wertschöpfung durch Lebensmittelherstellung und Verarbeitung einhergehen. Die Verarbeitung lokaler Ernten und exportfähiger Überschüsse könnte Investitionen ermöglichen, Arbeitsplätze schaffen und einen höheren wirtschaftlichen Ertrag bringen als der ausschließliche Export unverarbeiteter Kulturen.

Ein dauerhafter Marktzugang hängt weiterhin von der Einhaltung der Vorgaben an jedem Punkt der Lieferkette ab. Ägyptens System reicht vom Betrieb über Produktion, Ernte, Handhabung und Verpackung bis zu Kontrolle und Versand. Landwirte und Exporteure müssen damit zugleich Chancen in drei Regionen nutzen und die Spezifikationen der Importmärkte verlässlich erfüllen. Da weder einzelne Zielmärkte noch quantitative Vorgaben genannt wurden, hängt die kommerzielle Wirkung davon ab, welche bilateralen Zulassungen Ägypten erhält, welche Produkte sie umfassen und ob die Anbieter wettbewerbsfähig liefern können, ohne den Qualitätsruf ägyptischer Ware zu gefährden.

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