Ägypten: Sharqia bepflanzt 9.089 Feddan mit Erdnüssen – Sommerziel liegt bei 24.000 Feddan
Vertreter der Landwirtschaftsdirektion des ägyptischen Gouvernements Sharqia sagten Youm7, das Sommerprogramm ziele auf 24.000 Feddan Erdnüsse, tatsächlich bepflanzt seien rund 9.089 Feddan. Die Durchschnittserträge werden mit 20 bis 25 Ardeb je Feddan angegeben, die Ernte läuft im September, und nur die Sorten Giza 6 und Ismailia 2 sind für den Export zugelassen.
Das ägyptische Gouvernement Sharqia zählt zu den wichtigsten Erdnussanbaugebieten des Landes. Nach Angaben der Zeitung Youm7 erklärt die Landwirtschaftsdirektion der Provinz, die diesjährige Sommerernte sei erneut auf Abnehmer in Europa und in arabischen Märkten ausgerichtet.
Erdnüsse gehören laut Youm7 zu den führenden sommerlichen Ölsaaten Ägyptens und zu den größeren Beiträgen zu den Exporterlösen der Landwirtschaft. Die Ernte aus Sharqia wird in dem Bericht als hochwertig und als für den Wettbewerb auf europäischen und arabischen Märkten geeignet beschrieben, was dem Land Devisen einbringt.
Bepflanzte Fläche bleibt hinter dem Sommerziel zurück
Ashraf Taha Nassir, Generaldirektor der Landwirtschaftsdirektion von Sharqia, sagte Youm7, im Sommeranbauprogramm des Gouvernements seien für Erdnüsse rund 24.000 Feddan vorgesehen. Erdnüsse seien eine wichtige Ölsaat, die die Landwirte in Sharqia gern anbauten; der Anbau konzentriere sich auf die Bezirke Bilbeis, Abu Hammad, El-Qurein und New Salhia. Nassir verwies zudem auf das Nährstoffprofil der Frucht: hoher Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen, eine Rolle bei der Senkung des schädlichen Cholesterins sowie Folsäure, Eiweiß und Antioxidantien.
Ein zweiter im selben Bericht zitierter Vertreter, Ashraf El-Damardash, Generaldirektor für Landwirtschaft in Sharqia, bezifferte die tatsächlich mit Erdnüssen bepflanzte Fläche im Gouvernement auf etwa 9.089 Feddan, konzentriert auf dieselben vier Bezirke. Der Bericht erklärt die Differenz zwischen beiden Zahlen nicht. Bei dem von El-Damardash genannten Durchschnittsertrag von 20 bis 25 Ardeb je Feddan bestimmt die bepflanzte Fläche die Obergrenze der Menge, die Sharqia in dieser Saison Sortierbetrieben und Exporteuren anbieten kann.
Sorten, Anbaukalender und Böden
El-Damardash nannte laut Youm7 die agronomischen Eckdaten der Kultur:
- Aussaatfenster: Mitte April bis Ende Mai, mit ausgewähltem, ertragsstarkem und krankheitsresistentem Saatgut.
- Für den Export zugelassene Sorten: Giza 6 und Ismailia 2.
- Standzeit: rund vier Monate, Ernte im September.
- Durchschnittsertrag: 20 bis 25 Ardeb je Feddan.
- Böden: beste Ergebnisse auf sandigen und lehmigen Flächen; schwere Ton- und Salzböden sind ungeeignet.
Entscheidend sei die Einhaltung der Termine, denn eine frühere oder spätere Aussaat mindere den Ertrag. Empfohlen wird zudem eine zwei- bis dreijährige Fruchtfolge: Erdnüsse sollten erst nach zwei oder drei Jahren auf dieselbe Fläche zurückkehren, was den Krankheitsdruck begrenzt und Boden- sowie Produktqualität schützt. Die Bewässerung müsse maßvoll bleiben, da zu viel Wasser das Risiko von Pilzbefall erhöht und die Qualität mindert.
Sortierung, Verpackung und Exportspezifikationen
Nach der Ernte durchläuft die Ware laut Youm7 in modernen Betrieben Sortierung, Reinigung und Verpackung. Dabei wird geprüft, ob sie frei von Krankheiten ist und den Standardvorgaben für Größe, Farbe und Qualität entspricht, bevor sie verschifft wird. Diese Vorgaben sind das Eintrittstor zu den europäischen und arabischen Märkten, die das Gouvernement beliefert.
Für Verarbeiter und Händler folgt daraus: Der exportfähige Anteil der Ernte aus Sharqia entscheidet sich weitgehend vor der Ernte – über Sortenwahl, Saattermin und Bewässerungsdisziplin –, während die Sortierlinie nur festlegt, wie viel der angelieferten Menge Exportqualität erreicht. Da die Ernte im September ansteht, wird sich das vermarktbare Volumen des Gouvernements erst gegen Ende des dritten Quartals belastbar beziffern lassen.
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