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Ägypten nimmt 61 % der polnischen Apfelexporte außerhalb der EU ab

Polen exportierte im September 2026 insgesamt 15.412 Tonnen Äpfel in Länder außerhalb der EU, davon 9.397,6 Tonnen nach Ägypten. Die Lieferungen nach Kasachstan sanken nach dem Importverbot vom 3. September auf 39,8 Tonnen.

Ägypten nimmt 61 % der polnischen Apfelexporte außerhalb der EU ab

Ägypten übernimmt den Großteil der Ausfuhren außerhalb der EU

Auf Ägypten entfielen im September 2026 insgesamt 61 % der polnischen Apfelexporte in Märkte außerhalb der Europäischen Union. Die Lieferungen konzentrierten sich damit stark auf ein einziges Zielland. Nach Daten der polnischen staatlichen Pflanzenschutz- und Saatgutinspektion, über die Kobieta w Sadzie berichtete, exportierte Polen zwischen dem 1. und 30. September außerhalb der EU 15.412 Tonnen Äpfel, 2.003 Tonnen Birnen und 59 Tonnen Heidelbeeren.

Die polnischen Apfellieferungen nach Ägypten erreichten 9.397,6 Tonnen. Mit großem Abstand folgten Indien mit 1.877,8 Tonnen und die Mongolei mit 919,6 Tonnen. Kolumbien belegte mit 862,5 Tonnen den vierten Platz. Belarus nahm 772,5 Tonnen und damit 5 % der erfassten Apfelexporte außerhalb der EU ab.

Ägypten war bereits 2025 der größte ausländische Abnehmer polnischer Äpfel und kaufte im Gesamtjahr 67.400 Tonnen. Dies entsprach durchschnittlich rund 5.600 Tonnen pro Monat, sodass das Ergebnis vom September 2026 deutlich über dem Vorjahresmittel lag. Für polnische Erzeuger und Exporteure gewinnt der ägyptische Markt damit weiter an Bedeutung. Zugleich steigen durch die Konzentration die Nachfrage-, Zahlungs- und Logistikrisiken.

Asien und Lateinamerika verbreitern die Absatzbasis

Indien blieb im September das zweitgrößte Zielland. Zusammen mit Bangladesch, Vietnam, Indonesien, Kambodscha und Thailand nahmen die aufgeführten Märkte Süd- und Südostasiens insgesamt 2.172 Tonnen ab. Bemerkenswert waren auch die Käufe der Mongolei: Obwohl ihr Markt erheblich kleiner als der indische ist, importierte sie im Berichtsmonat mehr polnische Äpfel als Belarus.

Lateinamerika eröffnete einen weiteren Absatzkanal. Kolumbien kaufte 862,5 Tonnen, Panama 81,7 Tonnen und Costa Rica 19,5 Tonnen. Weitere gemeldete Zielländer waren Saudi-Arabien mit 250,2 Tonnen, Libyen mit 233 Tonnen, Norwegen mit 201,4 Tonnen, Oman mit 104,9 Tonnen und die Ukraine mit 81,5 Tonnen.

Diese kleineren Warenströme zeigen, dass polnische Apfelexporteure Märkte von Nordafrika und dem Nahen Osten bis nach Asien und Lateinamerika bedienen. Kein Land erreichte jedoch annähernd das ägyptische Septembervolumen. Selbst Indien kam als zweitgrößter Käufer lediglich auf einen Anteil von 12,2 %, gegenüber 61 % für Ägypten.

Kasachstans Importverbot beseitigt einen wichtigen Absatzmarkt

Die deutlichste Veränderung war das nahezu vollständige Verschwinden Kasachstans aus der Rangliste. 2025 war das Land mit 42.500 Tonnen beziehungsweise durchschnittlich rund 3.500 Tonnen pro Monat noch der zweitgrößte Abnehmer polnischer Äpfel außerhalb der EU. Im September 2026 sank das erfasste Volumen auf nur 39,8 Tonnen.

Kasachstan führte am 3. September 2026 ein bis zum Jahresende vorgesehenes Einfuhrverbot für Äpfel ein. Kobieta w Sadzie zufolge könnte es sich bei der geringen Septembermenge um Partien handeln, die in den ersten Tagen des Monats und noch vor Inkrafttreten der Beschränkung vorbereitet und abgefertigt wurden.

Der Verlust eines zuvor führenden Absatzmarktes erhöht den Druck, die Ware in andere Länder umzuleiten. Ägypten bietet derzeit den größten Absatzkanal, während Indien, die Mongolei und Kolumbien relevante Alternativen darstellen. Die Septemberdaten zeigen eine breite geografische Präsenz der polnischen Exporteure, zugleich bleiben die Mengen stark konzentriert und anfällig für regulatorische Entscheidungen einzelner Importländer.

Vollständige Marktanalyse

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