Ägypten exportiert binnen einer Woche 160.000 Tonnen Lebensmittel
Ägypten exportierte vom 1. bis 7. August 2026 rund 160.000 Tonnen Lebensmittel in 3.900 Sendungen. Süßkartoffeln und Erdbeeren führten ihre jeweiligen Kategorien an, während der Sudan wichtigstes Zielland war.
Exporte erreichen 184 Märkte
Ägypten exportierte in der Woche vom 1. bis 7. August 2026 rund 160.000 Tonnen Lebensmittel in etwa 3.900 Sendungen. Das geht aus dem 29. Wochenbericht der Nationalen Behörde für Lebensmittelsicherheit hervor. Die Lieferungen wurden von 1.333 Exportunternehmen abgewickelt und erreichten 184 Länder. Damit verfügt der ägyptische Lebensmittelsektor über ein breit gefächertes regionales und internationales Vertriebsnetz.
Youm7 zufolge umfassten die Sendungen rund 683 Produkte, darunter Gemüse und Knollen, Obst, haltbar gemachte Obst- und Gemüsezubereitungen, Mehl, Getreideerzeugnisse und weitere Lebensmittel. Wegen dieser Vielfalt hing das Wochenergebnis nicht von einer einzelnen Ware ab. Frische Agrarprodukte stellten dennoch einen beträchtlichen Teil der veröffentlichten Menge.
Süßkartoffeln und Erdbeeren führen
Die Gemüseexporte beliefen sich bei 44 Produkten auf 46.000 Tonnen. Süßkartoffeln lagen mit 17.000 Tonnen an der Spitze, gefolgt von Zwiebeln mit rund 11.000 Tonnen und verschiedenen Bohnenarten mit 5.000 Tonnen. Zusammen kamen diese drei Gruppen auf 33.000 Tonnen und damit auf mehr als zwei Drittel der gemeldeten Gemüsemenge.
Die Obstausfuhren erreichten bei 33 Produkten insgesamt 31.000 Tonnen. Erdbeeren führten die Kategorie mit 11.000 Tonnen an, während Zitrusfrüchte und Mangos jeweils 6.000 Tonnen beisteuerten. El Watan berichtete zudem von 714 Kontroll- und Prüfbesuchen für exportfertige Agrarerzeugnisse in mehreren ägyptischen Gouvernements. Die Behörde erteilte während der Woche 1.060 Ausfuhrgenehmigungen für Agrarprodukte an 865 Unternehmen.
Der Sudan war das wichtigste Zielland für ägyptische Lebensmittelexporte. Es folgten die Niederlande, Saudi-Arabien, die Vereinigten Staaten und Jordanien. Die Rangfolge spiegelt die Nachfrage in benachbarten afrikanischen und nahöstlichen Märkten sowie etablierte Lieferwege nach Europa und Nordamerika wider. Mengen und Werte für einzelne Zielländer wurden von den Quellen nicht genannt.
Häfen, Zertifikate und Importe
Alexandria fertigte mit 688 Sendungen die größte Zahl ausgeführter Lebensmittelpartien ab. Damietta folgte mit 582 und Safaga mit 510 Sendungen. Die Nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit stellte in dieser Woche 1.110 Gesundheitszertifikate für den Export aus. Die Dokumente sind Teil des Verfahrens, mit dem die Einhaltung der Lebensmittelsicherheitsanforderungen in den Zielmärkten bestätigt wird.
Ägypten importierte zugleich 1.695 Lebensmittelsendungen mit insgesamt 204.000 Tonnen für 880 Unternehmen, wie Youm7 und El Watan berichteten. Zu den eingeführten Waren gehörten Sojabohnen, Weizen und verschiedene Öle. Unter 87 Herkunftsländern waren die Vereinigten Staaten der größte Lieferant, gefolgt von Indonesien, Russland, Brasilien und China. Die Behörde gab 1.172 Sendungen vorläufig und weitere 520 über das Schnellfreigabesystem frei. Sie hielt 221 Einfuhrsendungen zurück, verlängerte die Sperre für 21 im Labor beanstandete Partien und ließ sieben abgelehnte Sendungen wieder ausführen. Parallel führten 32 Niederlassungen im Inland 1.538 Kontrollen bei 6.205 Lebensmittelbetrieben in 240 Bezirken und Stadtteilen durch.