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Ägypten meldet 10,5 Millionen Feddan Agrarfläche und rund 10 % weniger Weizenimporte

Ägyptens Agrarfläche umfasst rund 10,5 Millionen Feddan bei einer Anbaufläche von etwa 17,5 Millionen Feddan, sagte Landwirtschaftsminister Alaa Farouk laut der Zeitung Youm7. Die an das Versorgungsministerium gelieferte heimische Weizenmenge überschritt 5 Millionen Tonnen, die Importe sanken um rund 10 %, bei Zucker meldet das Land Selbstversorgung mit Überschuss.

Ägypten meldet 10,5 Millionen Feddan Agrarfläche und rund 10 % weniger Weizenimporte

Ägyptens landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst derzeit rund 10,5 Millionen Feddan, während die Anbaufläche des Landes bei etwa 17,5 Millionen Feddan liegt. Das sagte der Minister für Landwirtschaft und Landgewinnung, Alaa Farouk, laut der ägyptischen Zeitung Youm7. Die Differenz zwischen beiden Werten ergibt sich aus dem Mehrfachanbau: Auf derselben Fläche folgen Sommer- und Winterkulturen innerhalb eines Jahres aufeinander.

Der Minister stellte die Zahlen als Beleg dafür dar, dass die Ausweitung der bewirtschafteten Fläche zusammen mit einer besseren Nutzung bereits erschlossener Böden die Erzeugung strategischer Kulturen erhöht. Ein Feddan ist das übliche ägyptische Flächenmaß und entspricht rund 0,42 Hektar.

Weizenimporte rund 10 % niedriger

Laut Youm7 erklärte Farouk, die landwirtschaftliche Ausweitung habe die Weizenimporte um etwa 10 % gesenkt, während die an das Versorgungsministerium gelieferten heimischen Mengen gestiegen seien. Die Lieferungen an das Ministerium überschritten 5 Millionen Tonnen. Den Vergleichszeitraum für den Importrückgang nannte der Minister nicht, ein Basisjahr geht aus dem Bericht nicht hervor.

Weizen steht im Zentrum der ägyptischen Ernährungssicherheitspolitik, weil er unmittelbar mit Brot und Grundnahrungsmitteln verbunden ist. Der Ankauf durch das Versorgungsministerium ist der Kanal, über den heimisches Getreide in das staatliche Verteilungssystem gelangt. Die Liefermengen zeigen deshalb, welchen Anteil der Ernte der Staat erfasst und welcher auf den freien Markt geht.

Vom Minister genannte Eckdaten:

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche: rund 10,5 Millionen Feddan
  • Anbaufläche: rund 17,5 Millionen Feddan
  • An das Versorgungsministerium gelieferter heimischer Weizen: mehr als 5 Millionen Tonnen
  • Rückgang der Weizenimporte: rund 10 %

Zucker: Selbstversorgung und Überschuss

Farouk sagte, Ägypten habe bei Zucker Selbstversorgung erreicht und verfüge derzeit über einen Überschuss. Angaben zu Produktion, Verbrauch oder Überschussmenge machte er nicht. Bei einem Gut, das direkt an die Nachfrage der Haushalte und an die Lebensmittelindustrie gekoppelt ist, entfällt damit zumindest vorerst die Notwendigkeit, eine Versorgungslücke über Importe zu schließen.

Youm7 bezeichnet dies als bedeutenden Schritt im System der Ernährungssicherheit, da der Bedarf des Marktes aus heimischer Erzeugung gedeckt werde und nicht über Einfuhren.

Horizontale und vertikale Ausweitung

Der Minister beschrieb die Strategie als zweigleisig. Horizontale Ausweitung bedeutet Landgewinnung und eine größere bewirtschaftete Fläche. Vertikale Ausweitung bedeutet höhere Erträge je Flächeneinheit, sodass jeder Feddan mehr liefert, ohne dass zusätzliches Land nötig wird. Der Mehrfachanbau liegt dazwischen: Er vergrößert die Anbaufläche und damit die Erzeugung, ohne dass die physische Bodenfläche im gleichen Maß wächst.

Nach den genannten Zahlen übersteigt die Anbaufläche die Agrarfläche um rund 7 Millionen Feddan. Das zeigt, wie stark Ägyptens Agrarproduktion auf aufeinanderfolgenden Saisons beruht und nicht auf neu erschlossenem Land. Diese Struktur erlaubt ein schnelleres Produktionswachstum, als es Landgewinnung allein ermöglichen würde, konzentriert den Druck aber auf jene Betriebsmittel, die sich die aufeinanderfolgenden Kulturen teilen.

Youm7 berichtet, der Staat wolle das heimische Angebot strategischer Kulturen erhöhen, die Marktstabilität stützen und die Anfälligkeit für Schwankungen der globalen Agrarpreise verringern. Bei Weizen ist diese Abhängigkeit direkt: Ägypten gehört zu den größten Käufern am Weltmarkt, und jeder Prozentpunkt, der von Importen auf heimischen Ankauf verlagert wird, verändert die Mengen, die das Land ausschreiben muss. Beim Zucker wirft der gemeldete Überschuss eine andere Frage auf – ob die Menge in die Lager geht oder in den regionalen Handel.

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