Adana peilt nach Erholung der Erträge 135.000 Tonnen Erdnüsse an
In Adana, das rund 60 % des türkischen Erdnussbedarfs deckt, hat die Ernte begonnen. Nach einer Ausweitung der Anbaufläche auf 252.000 Dekar und Erträgen von 500 bis 600 Kilogramm je Dekar werden 135.000 Tonnen angestrebt.
Ernte beginnt an der Küste
In den Küstengebieten von Adana, der wichtigsten türkischen Anbauregion für Erdnüsse, hat die Ernte begonnen. Nach Angaben von Akdeniz Gerçek werden zunächst die Felder im Bezirk Karataş gerodet. In den kommenden Wochen sollen die Arbeiten weiter in die Ebene vorrücken.
Adana deckt rund 60 % des türkischen Erdnussbedarfs, weshalb die regionale Ernte für das inländische Angebot entscheidend ist. In dieser Saison wurden 252.000 Dekar bepflanzt; angestrebt wird eine Gesamtproduktion von 135.000 Tonnen. Traktoren beginnen früh am Morgen mit der Ernte. Anschließend wird die Ware zur Verarbeitung in Fabriken der benachbarten Provinz Osmaniye transportiert.
Kühleres und feuchteres Wetter stützt die Erträge
Die Anbaubedingungen haben sich gegenüber der vergangenen Saison verbessert, als Hitze und Trockenheit die Produktion verringerten. Das kühlere und regenreichere Wetter dieses Jahres ließ die Erträge laut dem Bericht auf 500 bis 600 Kilogramm je Dekar steigen. Auf der gesamten Anbaufläche deutet dieses Niveau auf eine deutliche Erholung der Provinzproduktion hin.
Mehmet Akın Doğan, Vorsitzender der Landwirtschaftskammer von Yüreğir, bezifferte die Anbaufläche auf 252.000 Dekar, nach 211.000 Dekar im Vorjahr. Die Erweiterung um 41.000 Dekar zeigt, dass die Landwirte trotz des wetterbedingten Rückgangs der vergangenen Saison an der Kultur festhielten. Doğan zufolge sind die Erzeuger sowohl mit den aktuellen Erträgen als auch mit den Preisen zufrieden.
Größe und Qualität bestimmen den Preis
Die Erzeugerpreise liegen je nach Qualität und Größe der Erdnüsse zwischen 90 und 100 türkischen Lira je Kilogramm. Auch Savaş Ağırbaş, der auf 300 Dekar Erdnüsse anbaut, äußerte sich zufrieden mit Erträgen von 500 bis 600 Kilogramm je Dekar und dem aktuellen Preisniveau.
Die größere Fläche und die höhere Produktivität dürften den türkischen Verarbeitern mehr Rohware als im Vorjahr liefern. Da sich die Verarbeitungskapazitäten in Osmaniye konzentrieren, steigt während der Ernte auch die saisonale Nachfrage nach regionalen Lkw-Transporten, Annahmekapazitäten und Fabrikdurchsatz. Das Tempo, mit dem die Ernte von Karataş in Richtung Ebene voranschreitet, wird die wöchentlichen Anlieferungen bestimmen.
Inlandsangebot dürfte sich verbessern
Eine Ernte von 135.000 Tonnen würde die Versorgung türkischer Verarbeiter und Käufer nach den Einschränkungen durch Hitze und Trockenheit im Vorjahr stärken. Da Adana rund 60 % des landesweiten Bedarfs deckt, wirken sich Produktionsänderungen weit über die Provinz hinaus aus, insbesondere auf die Rohstoffbeschaffung und Lagerplanung der Verarbeiter.
Das Endergebnis hängt weiterhin vom Wetter während der Ernte, von der Qualität und vom Anteil der Ware ab, die den Größenvorgaben der Käufer entspricht. Vorerst sorgen die größere Anbaufläche, Erträge von 500 bis 600 Kilogramm je Dekar und Preise von 90 bis 100 Lira je Kilogramm für einen günstigeren Saisonstart als im Vorjahr.
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