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Erdnusspreise in Adana fallen auf 60 bis 70 Lira, Händler in Osmaniye stoppen den Einkauf

In der türkischen Provinz Adana, die rund 60 Prozent des nationalen Erdnussbedarfs deckt, ist der Preis mitten in der Ernte auf 60 bis 70 Lira je Kilogramm gefallen. Erzeuger im Kreis Kozan geben an, Händler aus Osmaniye hätten den Einkauf eingestellt; zum Saisonstart lag der Preis bei 100 bis 110 Lira. Die Erträge sind gut: Ein Landwirt erntete rund 20 Tonnen von 50 Dekar.

Erdnusspreise in Adana fallen auf 60 bis 70 Lira, Händler in Osmaniye stoppen den Einkauf

In der türkischen Provinz Adana ist der Erdnusspreis mitten in der Ernte auf 60 bis 70 Lira je Kilogramm gefallen, nachdem Händler aus dem benachbarten Osmaniye den Einkauf eingestellt haben. Das berichteten Erzeuger aus dem Kreis Kozan türkischen Medien. Adana allein deckt rund 60 Prozent des türkischen Erdnussbedarfs, weshalb der auf diesen Feldern gebildete Preis als Referenz für den gesamten Binnenmarkt gilt.

Fast 40 Prozent unter dem Eröffnungspreis

Nach Angaben von haber365.com fand Erdnuss zu Saisonbeginn bei 100 bis 110 Lira je Kilogramm Abnehmer und rutschte auf 60 bis 70 Lira, als die Käufe ausgesetzt wurden. Der von sondakika.com zitierte Erzeuger Adil Eker nannte eine etwas niedrigere Eröffnungsspanne von 90 bis 110 Lira und sagte, noch eine Woche vor dem jüngsten Rückgang sei die Ware für bis zu 85 Lira verkauft worden. In beiden Lesarten beträgt der Abstand zum oberen Rand der Eröffnungsspanne knapp 40 Prozent — wenige Wochen nach der ersten Rodung.

Eker sagte, das aktuelle Niveau decke die Produktionskosten nicht. „Wir rufen an, sie kommen nicht. Sie sagen ‚wir kaufen nicht', um den Preis zu drücken“, erklärte er gegenüber sondakika.com mit Blick auf die Käufer in Osmaniye. Akdeniz Gerçek gab dieselbe Darstellung wieder und wies darauf hin, dass der Einkaufsstopp eine Behauptung der Erzeuger ist. Eine Stellungnahme der Händler aus Osmaniye veröffentlichte keines der drei Medien.

Gute Ernte ohne Wartemöglichkeit

In Kozan läuft die Ernte auf Hochtouren. Im Kreis wurden laut sondakika.com auf 20.000 Dekar (rund 2.000 Hektar) Erdnüsse angebaut; die gerodete Ware wird mit Traktoren und Ladern auf den Feldern ausgebreitet, getrocknet, anschließend gesiebt und in die Fabriken geschickt. Die Erträge seien in dieser Saison gut, so Eker: rund 20 Tonnen von 50 Dekar, also etwa vier Tonnen je Hektar.

Laut sondakika.com arbeiten die Landwirte in dichtem Staub, während Tonnen von Erdnüssen bewegt, gereinigt und für den Versand an die Verarbeiter vorbereitet werden. Alle drei Medien bezeichnen Adana als wichtigstes Erdnussanbauzentrum der Türkei — die Mengen von diesen Feldern haben in der heimischen Kette also keine naheliegende Alternative.

  • Eröffnungspreis: 100 bis 110 Lira je Kilogramm (laut Erzeuger 90 bis 110 Lira)
  • Preis eine Woche vor dem jüngsten Rückgang: bis zu 85 Lira je Kilogramm
  • Aktueller Preis: 60 bis 70 Lira je Kilogramm
  • Anbaufläche in Kozan: 20.000 Dekar; angegebene Ernte rund 20 Tonnen von 50 Dekar

Die Zeit arbeitet für den Käufer

Der Ablauf von der Rodung bis zur Anlieferung lässt den Erzeugern kaum Spielraum, einen schwachen Markt auszusitzen: Die Ware ist aus dem Boden, trocknet im Freien und läuft über die Siebe Richtung Fabrik. Auf diese Asymmetrie verweisen die Erzeuger, wenn sie die Einkaufspause als Mittel zur Preisdrückung und nicht als Ausdruck der Nachfrage beschreiben. Laut haber365.com suchen die Landwirte weiter nach einem Ausweg; Eker fordert, die Händler müssten ihre Haltung ändern.

Die Berichte beziffern weder die Dauer des Einkaufsstopps noch den Anteil der unverkauften Ernte in Adana oder die Mengen, die der Handel in Osmaniye üblicherweise aufnimmt. Auch Verarbeitungs- oder Exportzahlen für die Saison fehlen. Belegt ist der Preisverlauf — 100 bis 110 Lira zum Start, bis zu 85 Lira eine Woche zuvor, jetzt 60 bis 70 Lira — in einer Provinz, die 60 Prozent der türkischen Erdnüsse liefert, sowie die Aussage der Erzeuger, dieses Niveau liege unter ihren Kosten.

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